Rückblick

Grußwort Pfarrer Manfred Hohnhaus

9. Rother Motorradgottesdienst, 01.05.2016, 12.30 Uhr Marktplatz

Konvoi Motorradgottesdienst Pfarrer Manfred HohnhausZur Ausstellung „Rund um´s Rad“ und zum Veranstaltungskalender unserer Stadt Roth gehört er mittlerweile einfach dazu: Der Motorradgottesdienst im Frühling auf dem Marktplatz unserer schönen Kreisstadt, der heuer bereits zum neunten Male stattfindet.

Wenn es Petrus gut mit uns meint, dann finden sich rund 400 Motorräder und über 1000 Besucher ein, um unter freiem Himmel einen Gottesdienst der etwas anderen Art zu feiern. Es sind nicht nur Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer aus ganz Bayern, die sich hier versammeln, sondern auch viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und des Umlandes fühlen sich von diesem Gottesdienst angezogen. Das Altersspektrum der Besucher reicht dabei von der Jungend bis zu den Senioren – was uns besonders freut.

Es ist schon eine ganz eigene Stimmung, die sich im Zentrum Roths verbreitet, wenn das Begrüßungsläuten der Stadtkirche verstummt und der Wilson-Gospel-Choir unter seinem Leiter Jimmy Potratz stimmgewaltig das erste Lied anstimmt. Die Sängerinnen und Sänger sind aus diesem Gottesdienst nicht mehr wegzudenken und begeistern Jahr für Jahr die Teilnehmer.

Auch der „Psalm des Motorradfahrers“, sowie Gebete und Fürbitten von Bikern für Biker gehören einfach dazu, – und ebenso eine Predigt, die im Leben und Erleben auf zwei Rädern viele Parallelen zu den sonstigen Freuden und Herausforderungen unseres Dasein entdeckt.

Der emotional dichteste Moment des Gottesdienstes ist aber ganz sicher das alljährliche Gedenken an die Verstorbenen und Verunglückten der letzten Motorradsaison. Nicht wenige Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben einen Angehörigen oder guten Freund verloren und fühlen sich dabei an die gemeinsame Zeit erinnert, die ihnen mit ihm geschenkt war. Wenn dann alle Motoren gestartet werden und nach und nach verklingen, wenn sich einen Moment lang völlige Stille über den Marktplatz ausbreitet, die in ein Gebet mündet, dann gibt es kaum jemanden, der davon nicht tief berührt wäre.

Mittlerweile auch Tradition ist am Schluss des Gottesdienstes die Fahrt im Konvoi „rund um Roth“ bis zum Ausstellungsgelände am Stadtpark, wo Parkplätze bereits reserviert sind. Der „Zug der Maschinen“ wird von nicht wenigen Zuschauern am Straßenrand mit Spannung erwartet und sorgt auch bei vorbeifahrenden Autofahrern für große Augen.

Da eine solche Veranstaltung nicht ohne einigen finanziellen und organisatorischen Aufwand zu stemmen ist, danke ich allen, die sie nach besten Kräften unterstützen, und nenne hier als erstes den Rotary-Club Roth! Aber auch auf die beteiligten Organe der Stadt Roth, die bayerische Polizei, das Rote Kreuz, die Wasserwacht und die Johanniter Unfallhilfe ist jedes Jahr Verlass. Und nicht zuletzt danke ich den Händlern  und Privatpersonen, die den Gottesdienst mit einer Spende unterstützen, und meinem Team mit Roland Ettel, das mir dabei tatkräftig zur Seite steht.

Vielleicht sehen wir uns am 1. Mai – ich würde mich freuen!

Manfred Hohnhaus, Pfarrer